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EINE VERWECHSLUNG IST KAUM MÖGLICH
Satzbilder, Zeichnungen, Fotografien
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Wie in Martina Staudenmayers Fotografien. Wenn man genau hinschaut, wird auf ihnen, in ihnen ein nahezu unsichtbarer Text erkennbar. Ein Satz wie: „Er hat immer ganz wenig gesprochen“ oder „Ich habe dich im Wald gesehen.“ Er erhellt das Bild nicht, ebenso wenig wie die Fotografie ihn illustriert. Und dennoch tritt er mit ihr in eine rätselhafte Verbindung, assoziiert sich ihr, fordert uns auf, zu assoziieren, mit Bild und Satz etwas anzufangen, sie zu deuten.
Dr. Ulrike Zubal
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EINE VERWECHSLUNG IST KAUM MÖGLICH
90x120cm, Satzbild (Collage) 2010
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ER HAT IMMER GANZ WENIG GESPROCHEN 90X120cm, Satzbild, 2/ 30x40cm Fotografie,2010
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Die geheime Botschaft der Sprachzeichen, der Zeichen, der Sprachbilder, der Bilder –
„Blumenblätter“ – „Zeichenblätter“. Auf dem Boden ein Beet voller Stiefmütterchen, hintereinander in langen Reihen angeordnet. Hier und da tanzt eins aus der Reihe und verweigert sich der linearen Geometrie. An die 50 Blumenblätter, alle nach Originalen gezeichnet, jedes anders als das andere. Stiefmütterchenportraits, abstrakt gezeichnet das eine, hingehauchte Umrisse beim anderen, Zeichnungen, die den jeweiligen Charakter der Blumendame herausarbeiten. Einige haben ganz schlabbrige Blätter, andere große, schwere Blütenhäupter auf dünnem Stengelhals. Ein ganzes Beet voller älterer, leicht misanthrop dreinblickender Damen. Achtung, wir befinden uns in guter, um nicht zu sagen, ein wenig spießiger Gesellschaft und müssen aufpassen auf das, was wir sagen. Denn sonst runzeln die Damen ihre Stirnblütenblätter. Und vor allem: „nur von der Seite gießen“.
Dr. Ulrike Zubal
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Stiefmütterchen, 2010 25x18x10cm
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